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Sonntag, 26.03.2017
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Umfrage: Bekanntheitsgrad des Energieausweises steigt

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Berlin - Knapp 80 Prozent der Deutschen kennen den vor rund fünf Jahren eingeführten Gebäudeenergieausweis, der über die energetische Qualität einer Immobilie informiert. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).* Lediglich einem Fünftel der Befragten war der Ausweis unbekannt. In einer ähnlichen dena-Umfrage aus dem Jahr 2008 war der Energieausweis 70 Prozent der Befragten bekannt gewesen.

Mehrheit findet den Energieausweis hilfreich


Die Mehrheit derjenigen (rund 90 Prozent), die den Energieausweis kennen, findet ihn hilfreich, um die Energiekosten einer Immobilie einschätzen zu können. Acht von zehn Befragten wussten zudem, dass sie als Interessenten beim Kauf oder bei der Anmietung einer Immobilie ein Recht darauf haben, den Energieausweis des Gebäudes einzusehen. Vor fünf Jahren war dies erst zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) bekannt gewesen.

Bei Besichtigungen ist der Ausweis oft nicht zugänglich


Bei der Verfügbarkeit des Ausweises besteht aber offenbar noch Nachholbedarf: Denn nur 26 Prozent aller befragten Miet- bzw. Kaufinteressenten, die in den vergangenen drei Jahren an einer Immobilienbesichtigung teilgenommen haben, berichteten, dass sie den Energieausweis einsehen konnten. Fast drei Viertel sagten, der Ausweis sei nicht zugänglich gewesen. Dies wurde im laufenden Novellierungsprozess der Energieeinsparverordnung (EnEV) aufgegriffen: Laut dem aktuellen Entwurf wird die Vorlage des Energieausweises bei der Besichtigung ab 2014 Pflicht sein.

Der Energieausweis ordnet den energetischen Zustand eines Gebäudes auf einer Farbskala von grün (für gute Energieeffizienz) bis rot (hoher Energiebedarf) ein. Außerdem enthält er Vorschläge für konkrete Modernisierungsmaßnahmen, mit denen der Energieverbrauch reduziert werden kann. Bei neu errichteten Gebäuden ist die Ausstellung eines Energieausweises Pflicht. Eigentümer von Bestandsimmobilien benötigen das Dokument, wenn sie ihr Gebäude oder Teile davon neu vermieten, verpachten oder verkaufen möchten.

Im November und Dezember 2012 wurden im Rahmen der Umfrage drei unterschiedliche Gruppen befragt. Die erste Gruppe umfasste einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt von 1.000 Personen über 18 Jahren. Zudem wurden 1.000 Personen interviewt, die in den letzten drei Jahren an einer Besichtigung teilgenommen haben sowie 1.000 Bewohner von Gebäuden, die seit 2009 energetisch saniert wurden. Weitere Hintergrundinformationen zur Umfrage unter www.zukunft-haus.info/presse.
(Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), 07.03.2013 - KBE)
 
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